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Das Magazin für MitarbeiterInnen von Siemens Österreich

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Digital Industries


Kommunikative Produkte mit digitalem Gedächtnis

Industrie 4.0

Ausschnitt 1

Seifenflaschen hat sich die Testproduktion für die Industrie der Zukunft als Modell genommen, um zu beweisen, dass sich die Transportgeräte und Anlagen selbst organisieren können.

Aufgebaut wurde die Testproduktion in Kaiserslautern vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) zusammen mit 20 Partnern aus Industrie und Forschung, darunter auch Siemens.

Die leere Seifenflasche ist mit einem RFID-Tag – einem intelligenten Funketikett – versehen, das der Maschine das Kommando gibt, ob sie einen weißen oder einen schwarzen Verschluss benötigt. Das heißt, das gerade entstehende Produkt trägt sein digitales Produktgedächtnis von Anfang an mit sich, meist auf dem Rohling, und kann via Funk mit seiner Umwelt kommunizieren. So wird das Produkt zu einem „Cyberphysical System“, das reale und virtuelle Welt miteinander verbindet.

So wie man heute verschiedene Geräte mit einem USB-Stecker an den PC anschließt, so sollen sich in der Industrie 4.0 eines Tages Feldgeräte, Maschinen und Anlagen ohne weitere Parametrierung oder Programmierung zu Produktionssystemen zusammenschließen lassen. Dafür müssen sie aber perfekt zusammenspielen. Das TIA Portal von Siemens Industry ermöglicht bereits heute, Automatisierungsprozesse mit durchgängig nutzbaren Daten zu planen, zu testen und in Betrieb zu nehmen. Diese neue Produktionswelt wird nach und nach Realität werden.

Viele der Technologien, die für Industrie 4.0 notwendig sind, gibt es bereits: das Internet, Profinet als standardisierte Datenverbindung für Industrieanlagen, Simulationssoftware, das TIA Portal für schnelles Engineering. Deshalb sind sich die Experten auch so sicher, dass die Entwicklung nicht aufzuhalten ist.

Autorin:
Elisabeth Dokaupil

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