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Das Magazin für MitarbeiterInnen von Siemens Österreich

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Management


Vision 2020 umsetzen

"Siemens Silvester"

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Geschäftsjahres-Ende: CEO Joe Kaeser wendet sich in einem Brief an alle MitarbeiterInnen.

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen

heute geht erneut ein ereignisreiches und auch anstrengendes Geschäftsjahr zu Ende; es ist sozusagen „Siemens Silvester"! Es war das erste Jahr in der neuen Aufstellung, mit der wir die Ziele unserer Vision 2020 umsetzen. Es war eine große Kraftanstrengung für uns alle, und ich danke Ihnen sehr für den enormen Einsatz. Wir haben die Weichen gestellt, und unser Engagement ist eine wichtige „Investition" auf dem Weg in Richtung Zielerreichung der Vision 2020.

Auch wenn es noch viel zu tun gibt, so haben wir gemeinsam viel erreicht: Wir haben in Rekordzeit eine neue, schlankere Organisation eingeführt, die bereits gut funktioniert. Wir sind heute schon wieder viel näher an unseren Kunden, die mehr denn je mit uns zufrieden sind. So ist die Kundenzufriedenheit um über fünf Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr gestiegen; das ist ein hervorragendes Ergebnis. In Ägypten sicherten wir uns den größten Auftrag, den unser Unternehmen je erhalten hat. Dort werden wir drei Gaskraftwerke mit insgesamt 14,4 Gigawatt und mehrere Windparks mit weiteren 2.000 Megawatt bauen. Damit setzt ein ganzes Land sein Vertrauen in unser Unternehmen, so wie Tausende von Kunden jeden Tag.

Wir haben unser Leistungsspektrum deutlich gestärkt und das Portfolio entschlossen optimiert. Mit der Akquisition von Dresser-Rand und der Aeroderivatives von Rolls-Royce haben wir uns auf dem Schlüsselgebiet der Dezentralen Energieerzeugung erheblich verstärkt. Anderen Geschäften haben wir über Partnerschaften beziehungsweise Bereinigungen neue Perspektiven eröffnet. Und wir kommen in vielen Gebieten gut voran: Die Divisionen Energy Management, Mobility und Building Technologies sind eindrucksvolle Beispiele für nachhaltige Sanierungen. Digital Factory, Energy Services und SFS sind Hochleistungsorganisationen, von denen viele Wettbewerber träumen - und sie nunmehr sogar nachzuahmen versuchen. Gleiches gilt für Healthcare, die sich als „Firma in der Firma" erfolgreich neu aufgestellt haben und selbstbewusst dem Wettbewerb die Richtung zeigen. Power and Gas, Wind und die Process Industries and Drives sind durch eine Reihe von Entwicklungen - auch hausgemachten - etwas ins Hintertreffen geraten; aber auch hier ist der Weg nach vorne klar - mit dem Programm „PG 2020" werden wir den Weg zurück zu alter Stärke finden, und die Neuinvestitionen bei Wind in Hull/Großbritannien und Cuxhaven/Deutschland zeigen klar, dass wir mit unserer Wachstumsstrategie bei Erneuerbaren Energien Ernst machen. Und Jürgen Brandes wird die PD zu alter Stärke zurück führen.

Natürlich bringen solche gewaltigen Neuausrichtungen auch Strukturveränderungen mit sich - auch schmerzliche! Und da hilft es den Betroffenen wenig, dass wir jedes Jahr mehr als 30.000 Mitarbeiter neu einstellen - viele davon auch in Deutschland. Wenn aber für verdiente fleißige Kolleginnen und Kollegen Arbeit verloren geht, so ist jeder Verlust einer zu viel. Dennoch dürfen wir auch hier nicht die Augen verschließen. Denn was zu tun ist, muss getan werden - konsequent und entschlossen, aber umsichtig und verantwortungsvoll. Wichtig dabei ist, dass wir miteinander die Realitäten meistern und die Zukunft erfolgreich gestalten. Dazu gehört der konstruktive und offene Dialog im Unternehmen.

Dem Management-Team war es deshalb sehr wichtig, dass Sie uns im Rahmen der weltweiten Mitarbeiterumfrage klar gesagt haben, wo der Schuh drückt - was bereits gut läuft und wo wir uns verbessern können und müssen. Seit die Ergebnisse vorliegen, haben bereits Hunderte von Einheiten in Workshops ihre lokalen Resultate und die von Siemens gesamt diskutiert - und Verbesserungen erarbeitet. Dazu haben wir die Ergebnisse so transparent wie noch nie gemacht. Und wir haben auch klar gemacht, dass wir offen und konstruktiv im Dialog gemeinsam Verbesserungen besprechen und umsetzen.

Das ist für mich „gelebte Eigentümerkultur": Klare und langfristig orientierte Richtung in der Führung, Einbeziehung der Mitarbeiter und ein respektvoller Umgang mit den anvertrauten Ressourcen. So wollen wir es auch in Zukunft halten!

Eines liegt mir persönlich noch am Herzen. Europa ist derzeit täglich Ziel von Tausenden von Flüchtlingen und Vertriebenen. Viele von Ihnen haben in den vergangenen Wochen bereits geholfen, die Not der ankommenden Menschen zu lindern. Dazu möchte ich Ihnen im Namen unseres Hauses meinen herzlichen Dank aussprechen. Unser Unternehmen wird ebenfalls einen Beitrag zur langfristigen Integration der Flüchtlinge leisten. Wir helfen deshalb bei der Unterbringung und darüber hinaus vor allem nachhaltig, beispielsweise mit Praktika und Sprachförderung. Aber wir unterstützen auch das Engagement der Siemens Stiftung in Afrika, um möglichst vielen Menschen eine Perspektive in ihrer Region zu erschließen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

2016 feiern wir den 200. Geburtstag von Werner von Siemens. Er hat vorgelebt, WAS Technologie und Innovation für eine Kraft und Faszination entfalten können, aber auch WIE unternehmerische Dynamik und Verantwortungssinn für Mitarbeiter und Gesellschaft Erfolg bringen und einen echten Unterschied machen. Er hat Eigentümerkultur vorgelebt - weil er selbst Gründer war. Wir müssen nicht ins Silicon Valley fahren, um Vorbilder zu suchen - es gibt sie in unserem Unternehmen und in seiner Geschichte. Unsere Vision 2020 basiert auch auf diesen Vorbildern.

Auch wenn es vielen zu langsam und einigen zu schnell geht: Nach dem ersten Jahr sind wir auf einem wirklich guten Weg, und das kommende Geschäftsjahr wird weitere Verbesserungen bringen.

Und das ist möglich, weil wir hervorragende, fleißige und loyale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben, die stets ihr Bestes geben.Dafür danke ich Ihnen im Namen des Vorstandes! Danke für den Einsatz und die harte Arbeit im abgelaufenen Jahr und auf ein Neues im Geschäftsjahr 2016!

Herzlichst,

Joe Kaeser

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