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Objektorientierte Modellierung erlaubt realitätsgetreue Abbildung komplexer Prozesse.

Bestmögliches Ergebnis

Arelion
Norbert Lebersorger, CEO, und Thomas Scheidl, CTO, der Arelion: Optimierungssoftware findet rasch das bestmögliche Ergebnis, © Arelion

Rund zehn Jahre forschten die Gründer von Arelion an einer Software, die Aufgaben flexibler und schneller löst als andere Optimierungsmethoden. Klassische mathematische Verfahren arbeiten meist eine Liste von Rechenoperationen ab, bis das optimale Ergebnis vorliegt, das dem theoretischen Optimum entspricht. Jedoch kann die Berechnung lange dauern. Das Team von Arelion – Unternehmenssitz ist Pasching bei Linz - verwendet einen heuristischen Ansatz, um in möglichst kurzer Zeit nicht das theoretische Optimum, sondern ein bestmögliches Ergebnis für den Auftraggeber zu liefern. Die dabei eingesetzte objektorientierte Modellierung erlaubt eine realitätsgetreue Abbildung komplexer Prozesse.

Bei Siemens demonstrierten die Forscher ihre Software anhand eines Programms, das einen Roboter bei der Bestückung von Leiterplatinen steuert. Die Technologie von Arelion findet in kürzester Zeit Lösungen mit denen auf unerwartete Ereignisse reagiert werden kann, wie beispielsweise fehlerhafte Bauteile.

Weil die Software so effizient ist, eignet sie sich besonders für Aufgabenstellungen, bei denen sich die Rahmenbedingungen häufig ändern. Dies ist etwa bei einem großen Autologistikunternehmen in Österreich der Fall, wo das Lager für mehr als 10.000 Fahrzeuge ständig mit neuen Wagen besetzt wird, während gleichzeitig Autos den Platz verlassen. Arelion entwickelte ein innovatives Lageroptimierungssystem in welchem die verschiedensten Rahmenbedingungen abgebildet werden und während des Betriebs adaptierbar sind. Sogenannte „Virtuelle Experten“ optimieren die Pläne auf Basis der Strategien des Kunden.

Mit der Software könne sowohl klassische Aufgabenstellungen aus den Bereichen Produktionsplanung, Transportlogistik, Materialfluss-, Verschnitt- oder Verpackungsoptimierung gelöst werden, als auch branchenspezifische Themen wie beispielsweise Planung von Telekommunikationsnetzen, Smart Grids, Portfolios oder des Öffentlichen Personen- und Nahverkehrs. Zukünftig soll es ein „Optimization in the Cloud“-Service geben. Die Optimierungstüftler denken auch schon an eine Internet-Plattform für Planungsprobleme aller Art.

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