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Digitaler Zwilling spart bis zu 30 Prozent

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Die Seestadt aus der Vogelperspektive. Foto: Wien 3420 aspern Development AG, © C. Fürthner, MA 18

ASCR weitet Forschung aus: Siemens lieferte digitalen Zwilling für neues Gebäude in der Seestadt Aspern.

Europas größtes und innovativstes Energieforschungsprojekt – Aspern Smart City Research (ASCR) – entwickelt sich weiter: Mitte September wurde die hochmoderne Forschungsumgebung mit der Eröffnung des neuen Technologiezentrums 2 um eine Gewerbeimmobilie erweitert. In der Planung des Objekts erstellten Siemens-Gebäudetechniker dafür einen digitalen Gebäudezwilling.

2013 gemeinsam von Siemens Österreich, Wien Energie, Wiener Netze, Wirtschaftsagentur Wien und der Seestädter Entwicklungsgesellschaft Wien 3420 AG ins Leben gerufen, forscht ASCR mit Echtdaten aus dem Stadtentwicklungsgebiet aspern Seestadt an Lösungen für die Energiezukunft im urbanen Raum. „Zu einem umfassenden intelligenten Stromnetz, einem Wohngebäude, einem Studierendenheim sowie einem Bildungscampus kommt nun mit dem TZ2 ein Gewerbegebäude hinzu“, erklärt ASCR Geschäftsführer Robert Grüneis. „Wir erhoffen uns spannende neue Erkenntnisse sowie Antworten auf unsere Forschungsfragen.“

BIM richtungsweisend für die Baubranche

Schon in der Planungs- und Errichtungsphase wurde mit „Building Information Modeling“ (BIM)  ein digitaler Gebäudezwilling erstellt, wodurch nachhaltige Bauprozesse und eine kosteneffizientere Nutzung sichergestellt werden. „Etwa dann, wenn eine notwendige Wartung oder Nachrüstung des Gebäudes in Sachen Energie bereits vor dem Bedarf antizipiert und durchgeführt werden kann. Der Betrieb wird so zu keinem Zeitpunkt gestört“, so Grüneis. Der von Siemens weiterentwickelte digitale Planungs- und Ausführungsprozess gilt als richtungsweisende Technologie in der modernen Baubranche. „Wir erwarten uns, dass mit BIM die Gesamtkosten eines Gebäudezyklus um rund ein Drittel gesenkt werden können. Dies gilt es nun in der Praxis zu erforschen“, so ASCR Geschäftsführer Georg Pammer.

Energiebringende Fassade

Das Energiekonzept des TZ2, maßgeblich aufbauend auf Know-how und Ressourcen der Wien Energie, wurde gemeinsam mit den Planern der Wirtschaftsagentur (Planungs- und Beteiligungs AG) erarbeitet und umgesetzt. Als Herzstücke können die thermische Grundwassernutzung sowie eine komplexe Photovoltaikanlage, die auch in die Fassade integrierte vertikale Module umfasst und deren erzeugte Energie den Mietern zugeteilt wird, genannt werden. „Der Einsatz von dezentralen erneuerbaren Energien ist einer der wichtigsten Bausteine für die nachhaltige Stromversorgung von morgen. Und hier in unserer Forschungsumgebung wird sie schon heute erprobt“, erklärt Grüneis abschließend.

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