together.magazin

Das Magazin für MitarbeiterInnen von Siemens Österreich

together.magazin - Das Magazin für MitarbeiterInnen von Siemens Österreich

Management


Interview - CEE 2020

Siemens der nächsten Generation

hesoun_1549new.jpg
Foto: Rita Newman

Ziel der "Vision 2020" ist es, die Grundlagen für ein Siemens der nächsten Generation zu schaffen. Deshalb hat sich der Konzern vor einem Jahr gezielt entlang der Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung aufgestellt und strategisch ausgerichtet. Was heißt das für Österreich und den von uns verantworteten Wirtschaftsraum CEE? together.magazin hat mit GD Wolfgang Hesoun gesprochen.

Eines der Ziele der „Vision 2020“ ist nachhaltige Wertsteigerung durch fokussiertes Wachstum. Wo sehen Sie die langfristigen Geschäftsperspektiven?

Siemens hat sich im letzten Jahr entlang der Wertschöpfungskette der Elektrifizierung aufgestellt. Hier liegen unsere Wurzeln. Gleichzeitig wollen wir in der Automatisierung unsere führende Marktposition halten und ausbauen. Zusätzlich wollen wir uns die Chancen der Digitalisierung mit neuen Geschäftsmodellen noch stärker erschließen und nützen. Der Mehrwert für unsere Kunden soll künftig mehr bei Softwarelösungen und intelligenter Datenanalytik liegen.

Das Nutzen von Wachstumspotenzialen ist ein wichtiger Baustein der „Vision 2020“. Was können wir tun, um das Wachstum des Unternehmens in CEE voranzutreiben?
Folgende Fragen müssen wir uns immer vor Augen führen: Kennen wir all unsere potenziellen Kunden? Haben wir den idealen Marktzugang und setzen wir auf die richtigen Wachstumsfelder? Wie können wir die Marktausschöpfung erhöhen? Das sind einige der zentralen Fragen, die wir nun im Rahmen eines CEE-weiten Projektes strukturiert angehen. Dazu haben wir das Projekt „CEE 2020“ ins Leben gerufen, um konkrete Schritte für ein nachhaltiges Wachstum von Siemens in CEE zu setzen.

Wie werden diese Schritte aussehen?
Wir haben vier Handlungsfelder identifiziert. Erstens „Customer first“. Wie schon gesagt, müssen wir die Betreuung unserer bestehenden Kunden intensivieren und die Qualität der Kundenbeziehung erhöhen. Eine bessere Marktausschöpfung sowie die Identifizierung künftiger Wachstumsfelder sind dabei die zentralen Ziele. Zweitens: Unter „ONE Region“ wollen wir die Stärke unseres Wirtschaftsraumes hervorheben. Wir gehören im Konzern zu den wichtigsten Landesgesellschaften und werden das auch in Zukunft sein. Dazu gehört aber auch, dass wir unsere Position als regionaler Unternehmer im weltweit aufgestellten Konzern stärken. Die grenz- und divisionsübergreifende Zusammenarbeit, die gezielte Förderung von Talenten und die notwendige Entscheidungshoheit sind die Faktoren, die das ermöglichen. Drittens: Ein vertrieblich zielorientiertes Vorgehen erfordert auch entsprechend effiziente Prozesse. Mit der top+ Toolbox – einer Sammlung von Methoden zur Marktbearbeitung und -analyse – steht uns ein hervorragendes Werkzeug zur Verfügung. Seine verstärkte Anwendung ist das Ziel im Handlungsfeld „Business Excellence“. Der vierte Schwerpunkt ist „Local Value Add“, also die Steigerung der Wertschöpfung in unserer Region. Wir haben in CEE hohe Kompetenz und auch optimale Voraussetzungen für Produktionsstätten und überregionale Kompetenzzentren. Diese Position wollen und müssen wir stärken und ausweiten.

Wie ist das Projekt „CEE 2020“ aufgesetzt?
Da es sich um ein Wachstumsprogramm für ganz CEE handelt, haben wir das Projekt auf eine breite Basis gestellt: Alle Divisionen und Länder nehmen über ihre Führungsmannschaft daran teil. Die entsprechende Unterstützung aus dem Stammhaus ist durch Klaus Helmrich, Mitglied des Zentralvorstands, sichergestellt. Am 27. April 2015 hatten wir das offizielle Kick-off des Projekts im Rahmen der jährlichen Strategiedurchsprache, den „Business Perspectives“.

Welche Rolle spielt dabei das Thema Innovationen?
Siemens Österreich hat sich stets durch seine hohe Innovationskraft ausgezeichnet. Diese Stärke wollen wir auch in unserem Projekt nutzen, um zusätzliches Wachstum zu generieren. Beispielsweise mit Innovationen in der Fertigungstechnik für die „Intelligente Fabrik“. Siemens Österreich arbeitet dabei intensiv mit Universitäten und Forschungsinstituten – wie etwa der TU Wien – zusammen.

Was bedeutet „CEE 2020“ für die MitarbeiterInnen?
Neben der noch stärkeren Kundenorientierung gilt es auch im Unternehmen, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen. Es muss uns gelingen, dass wir alle – in Österreich, aber auch im gesamten Wirtschaftsraum – Siemens wieder als eine Einheit sehen und auch danach handeln. Das klingt zwar jetzt einfach, erweist sich in der Praxis aufgrund der Komplexität vieler Projekte oftmals als wahre Herausforderung. Ich denke jeder von uns kann hier etwas erzählen. Dennoch, ich bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam noch erfolgreicher werden können, wenn wir divisions- und länderübergreifend besser zusammenarbeiten und uns gegenseitig mehr unterstützen. Das hat uns in der Vergangenheit erfolgreich gemacht und soll auch in der Zukunft unsere Stärke sein. Mein Ziel ist daher ganz klar - den Erfolgskurs in CEE ohne Wenn und Aber fortzusetzen.

Autor:
Claus Gerhalter

Bewertung:
3,1 (863 Stimmen)
Ihre Bewertung