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Grünes Licht für "grünen" Wasserstoff

Startschuss für weltweit größte industrielle Wasserstoffpilotanlage bei voestalpine in Linz mit Siemens-Technologie.

Für den Bau der Pilotanlage zur CO2-freien Wasserstoff-Herstellung am voestalpine-Standort in Linz ist mit dem grünen Licht der Behörde nun der Startschuss gefallen. Baubeginn für das Projekt von voestalpine, Siemens und Verbund ist in den kommenden Wochen. Im Sommer sollen die Anlagekomponenten geliefert werden, der Testbetrieb soll binnen Jahresfrist starten.

Zukunftsweisende Technologie

Ziel des Projekts ist es, „grünen" Wasserstoff in einer der weltweit modernsten und größten Elektrolyseanlagen mit Protonen-Austausch-Membran(PEM)-Technologie zu produzieren und den Einsatz des Wasserstoffs als Industriegas sowie den Einsatz der Anlage am Regelenergiemarkt zu testen. Das vom offiziellen Technologiepartner Siemens entwickelte Elektrolysesystem ermöglicht durch die Umwandlung von elektrischem Strom in Wasserstoff die Aufnahme und Speicherung von großen Energiemengen. Das Elektrolysesystem ist bereits in mehreren Projekten erfolgreich im Einsatz und wird kontinuierlich von Siemens weiterentwickelt. In Linz wird nun die neueste Generation der Technologie mit einer Leistung von 6 Megawatt in einem geschlossenen Zellverbund zum Einsatz kommen.
„Der gewonnene Wasserstoff ist vielseitig einsetzbar, beispielsweise als Grundstoff in der Industrie – wie in Linz, aber auch als Treibstoff in der Mobilität und als Energieträger bei der Strom- und Gasversorgung“, erklärt Wolfgang Hesoun, Generaldirektor von Siemens Österreich. Weltweit werden jährlich über 500 Milliarden Kubikmeter Wasserstoff verbraucht, von denen bislang über 95 Prozent durch einen CO2-lastigen Gasreformierungsprozess hergestellt werden. „Mit Wasserstoff aus Elektrolyse kann dieser CO2-lastige Wasserstoff ersetzt werden, wodurch sich die Emissionsbilanz von industriellen Prozessen stark verbessern lässt. Erfolgt die Elektrolyse mit Strom aus regenerativen Quellen, ist die Wasserstofferzeugung zudem nahezu klimaneutral.“

Mit H2FUTURE werden zentrale Fragestellungen der Sektorkopplung, wie die Evaluierung von Potenzialen für den Einsatz von „grünem" Wasserstoff in den Prozessstufen der Stahlherstellung, bearbeitet. Darüber hinaus wird die Übertragbarkeit der Technologie auf weitere Industriesektoren, die Wasserstoff im Produktionsprozess einsetzen, untersucht. Weiterer Schwerpunkt ist die Einbindung der reaktionsschnellen PEM-Elektrolyse-Anlage in die Regelenergiemärkte durch Entwicklung von Demand-Side-Management-Lösungen, also den Ausgleich von kurzfristigen Schwankungen im zunehmend volatileren Stromnetz durch Lastmanagement bei großen Verbrauchern.

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